Mach neu

Mach neu

Ich gebe es zu – Instagram inspiriert mich. Ich verbringe phasenweise ganz schön viel Zeit mit Bilder gucken und Kommentare scannen. Zwischen all dem Trash, den man unweigerlich auch auf dieser Plattform findet, stößt man auf echte Perlen, die es wert sind, dass man sie im Kopf behält. Vor ein paar Tagen habe ich z.B. den Spruch gelesen „Happiness is an inside job“, zu deutsch „Wahres Glück kommt von innen“. Wie wahr, wie wahr… wenn auch nicht wirklich neu.

Aber wenn man mal ernsthaft darüber nachdenkt: Wie oft vergessen wir diese Tatsache im alltäglichen Lebenschaos? Den schnellen Glückskick für zwischendurch – sozusagen Instantglück – kriegt man heutzutage zu jeder Tages- und Nachtzeit, dem Internet sei Dank. Einschlägige Konsumoasen wie Amazon und Zalando, aber auch Tinder & Co. lassen einen vorübergehend schon mal vergessen, was im eigenen Leben eigentlich so im Argen liegt. Aber langfristig…?!

Ich bin ja nun nicht so für Oberflächlichkeiten, sondern erklärte Suchende nach einem Lebensmodell, das mich zutiefst erfüllt und glücklich macht.

Was ich im Laufe meiner bisherigen Wanderung in Richtung Seelenfrieden gelernt habe:
Neu ist gut.

Nicht alles und nicht immer, aber prinzipiell sollte man sich peu à peu dazu erziehen, Dinge, die einen irgendwie ansprechen, einfach mal auszuprobieren. Noch so ein schöner Instagram-Spruch: Head up, heart open!

Meinen eigenen Neuanfang habe ich nicht freiwillig eingeläutet. Nach etlichen schmerzhaften Monaten in einer zerstörerischen Transformationsphase kam der wahre Umbruch in Form des Umzugs in mein Minihaus im Frühsommer letzten Jahres. Freuen konnte ich mich anfangs nicht darüber, auch wenn das vordergründig total bescheuert klingen muss, denn ein frisch renoviertes Häuschen mit Traumgarten gibt normalerweise nicht gerade Anlass zum Trauern. Allerdings waren zwei meiner Katzen im Abstand von nur zwei Monaten vor mir „eingezogen“ und ruhten in ihren kleinen Gräbern mit Sicht auf das Minihaus. Und das war nur ein Übel von vielen zu jener Zeit.

Merke: Wenn das Leben dir in den Hintern treten will, tut es das bisweilen sehr, sehr gründlich.

Aber: An diesem Punkt konnte es für mich eigentlich nur noch aufwärts gehen… zumindest tendenziell!

Mittlerweile habe ich alles Neue aus Prinzip schätzen gelernt, denn Neues zuzulassen hat mich als Mensch in einer Weise verändert, die ich begrüße. Die, die ich vorher war, hatte mit meinem wahren Ich nicht mehr viel Ähnlichkeit. Ehrlich gesagt gefalle ich mir heute wesentlich besser und bin mir selbst wieder näher, auch wenn das nicht automatisch immer Glück und Seligkeit bedeutet. Aber so eine Reise, die sowohl innen als auch außen stattfindet, hat definitiv was; zumal ich mir kein ehrgeiziges Endziel setze, sondern den Weg als das Ziel betrachte. Dass es dabei auf und ab geht und der Pfad nicht immer linear verläuft, versteht sich wahrscheinlich von selbst.

Ich bin körperlich und mental deutlich stärker geworden. Ich freue mich auf Dinge, die noch in der Zukunft liegen, sich aber bereits in meinem Kopf zu einem Plan formen. Reisen, ein junges Pferd, ein Gehege am Haus für meine Stubenhockerkatzen – was gibt es Schöneres, als Pläne zu schmieden, die einen glücklich machen?

Mal sehen, wo ich lande. Watch this space!

Wilde Grüße…

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