Ich hab‘ ein Haus, ein wunderschönes Haus…

Ich hab‘ ein Haus, ein wunderschönes Haus…

… kein Äffchen, doch ein Pferd, um es frei nach Pippi Langstrumpf zu beschreiben – dazu 6 Katzen, rund 1500 qm Wildgarten und einen Vollzeitjob. Da kommt man zeitlich schon mal ins Schleudern. Ich bin zwar jemand, der ständig durch die Gegend zappelt und (fast) immer irgendwas tun muss, aber hier stoße ich an meine Grenzen. Die Wochenenden sollen es dann richten – aber ich schaffe es NIE, nicht mal ansatzweise, all das zu erledigen, was ich mir vorgenommen habe.

Nehmen wir mal letztes Wochendende. Wieder so ein mittelprächtiges Exemplar. Ich hatte noch eine 7. Katze im Haus, ein altes, hinfälliges Pflegekätzchen, das sich gerade erst von einer akuten Krankheit erholt hatte, und meine Nerven waren nicht die Besten. An den zwei freien Tagen wollte ich endlich mal wieder vernünftig die Bude putzen (sind ja nur 65 qm), vielleicht auch gleich die Fenster… und unbedingt mal wieder eine Runde laufen…!

Im Kino gab es einen Film, der mich brennend interessierte, und für den Blog wollte ich sowieso auf jeden Fall mindestens einen Post schreiben. Ach ja, und ich hatte ein starkes Bedürfnis, mich mal wieder ein bisschen um mich selbst zu kümmern, denn unrasierte Beine und bleiche Haut sind definitiv NICHT sexy.

Geschafft habe ich lediglich eine zwanzigminütige Laufrunde, während der ich das Gefühl hatte, zum allerersten Mal in meinem Leben zu joggen. Nach mehrwöchiger Laufabstinenz wegen eines hartnäckigen Schnupfens bestanden meine Beinmuskeln nur noch aus Pudding und ich war nach einer Viertelstunde schon vollkommen ausgepowert. Furchtbar!

Das geplante Beautyprogramm habe ich zumindest halbwegs durchgezogen, aber das war es dann auch schon. Kein Blog, kein Kino, schon gar kein Hausputz; stattdessen stumpfes Rumliegen vor der Glotze, unproduktives Surfen im Internet und zur Beruhigung des schlechten Gewissens eine Stunde Unkrautrupfen aus den Fugen der Steinplatten am Haus.

Willkommen in meinem Leben! 🙂

Aktuell hatte ich jetzt vier Tage frei (verdammt, heute ist schon wieder Sonntag!) und habe tatsächlich richtig was geschafft. Das Haus ist einigermaßen sauber, die Hälfte der Fenster geputzt, unfassbarerweise ist sogar ein Teil des Rasens gemäht…

Vor allem aber habe ich es hinbekommen, mich zu entspannen, Zeit mit den Katzen zu verbringen und das Minihaus und den blühenden Garten zu genießen. Wenn ich eines Tages mal Berufsbloggerin bin – huuuh, geile Vorstellung -, dann sollte das etwas sein, was ich nicht nur zwischen Feierabend und Schlafengehen quetsche.

In dieser Hinsicht könnte mein Leben unbedingt einen Schuss mehr Wildheit vertragen…!

In diesem Sinne – genieß das Traumwetter am Muttertag.

Wilde Grüße!

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